Techniker in der Konstruktion
Eine weit verbreitete Ausbildungsbasis oder Weiterbildung in Richtung Konstrukteur ist in Deutschland der „staatlich geprüfte Techniker“. Es gibt viele Fachrichtungen für Techniker-Ausbildungen und mehrere, die sich für einen Konstrukteur eignen.
Häufig ist der Maschinenbautechniker, dafür gibt es verschiedene Schwerpunkte wie „Entwicklung und Konstruktion“ oder die Schwerpunkte Fertigungstechnik, Betriebstechnik oder allgemeiner Maschinenbau. Dann gibt es den Techniker Maschinentechnik mit Schwerpunkt Konstruktion. Es gibt Techniker für Luft und Raumfahrt, Medizintechnik, Umwelttechnik, Biotechnik oder Physiktechnik. Die Aufzählung ist nicht vollständig, es gibt noch viel mehr. Und das ist auch gut so.
Die Technikerausbildung ist sehr praxisorientiert. In der Regel wird sie im Anschluss an eine gewerbliche (handwerkliche) Ausbildung gemacht, einige Jahre Berufspraxis liegen oft dazwischen. In der Technikerschule wird Wissen aus der Berufspraxis vorausgesetzt und darauf aufgebaut.
Der staatlich geprüfte Techniker ist eine geschützte Berufsbezeichnung, die Ausbildung wird an staatlichen Fachschulen oder privaten Schulen wie z.B. auch Fernschulen durchgeführt. Die Zulassungsvoraussetzungen sind in den Bundesländern unterschiedlich, es wird aber praktische Berufstätigkeit vorausgesetzt und mindestens ein Hauptschulabschluss. Die Ausbildung dauert zwischen 2 Jahren (in Vollzeit) und 4 Jahren (in Teilzeit). An Fernschulen gibt es flexible Zeiten. Rechnen Sie aber mit mindestens 2400 Unterrichtsstunden. Am Ende muss eine staatliche Prüfung gemacht werden.
Der Techniker wird in seinem Ausbildungsniveau über dem Meister angesiedelt und wird dem Bachelor fast gleichgesetzt. Techniker haben vielfältige Möglichkeiten in den Betrieben und es gibt zumindest in kleinen und mittleren Firmen kaum Grenzen bei den Aufstiegsmöglichkeiten. In Konstruktionsabteilungen von großen Firmen sind Techniker gern gesehen zur Unterstützung von Entwicklungsteams.

